Nadelepilation und Krankenkasse

Alles was mit der Gesundheit zu tun hat.
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NikolaAusR
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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von NikolaAusR » 04.08.2018, 16:02

Hallo Carolin,

ich hatte mir, als das gute alte dgti-Forum in den letzten Zügren lag noch einiges herauskopiert.
Unter Anderem auch ein Verhandlungsprotokoll des SG Berlin, AZ S 72 KR 1400/12.
Online lässt sich, ausser Nennungen in anderen Verfahren, nichts finden. Da keine Verlinkungen vorhanden sind, ist es wohl nicht digitalisiert worden.
Deshalb stell ich hier das bei mir vorliegende PDF rein.

download/file.php?mode=view&id=356&sid= ... c98d29cb3i

Ich möcht mich auch noch bei Dir bedanken [happy/smile.gif]
Dafür, dass Du uns immer mal mit Deiner Fachkompetenz in Sachen Epilation unterstützt [greetings/strauss.gif]

Liebe Grüße
Nikola
„Wer richtig urteilen will, muss vollständig ablassen können von jeder Glaubensgewohnheit,
die er von Kindheit an in sich aufgenommen.
Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste.“

Giordano Bruno
gest. im Jahre 1600 UZR, Scheiterhaufen

carolin
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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von carolin » 04.08.2018, 21:36

Hallo Nikola,

danke für Deine Information und den Link. Leider funktioniert der nicht, zumindest bei mir.
Kannst Du den Link bitte noch mal prüfen.
In den Rechtssprechungsdatenbanken konnte ich dazu auch nichts finden.
Auch das Urteil zu meiner Klage ist in diesen Datenbanken nicht zu finden.

Ich habe diverse Urteile in meinem Archiv, aber dieses war mir bisher nicht bekannt.

Carolin
Wenn Du herausgefunden hast, wie Du in Deinem Leben glücklich sein kannst, musst Du nur noch den Mut haben, es auch zu leben.

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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von melanie g » 05.08.2018, 11:00

Hallo,

folgende Urteile habe ich auf meinem PC gespeichert:

S 51 KR 2136/13 SG Berlin 51. Kammer

S 72 KR 1400/12 SG Berlin 72. Kammer

L 16 KR 453/12 LSG NRW

Bei Bedarf bitte PN, ich schicke dann die PDF

LG Mel

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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von melanie g » 05.08.2018, 11:07

Was mich in diesem Zusammenhang immer wieder wundert.

Meine Kosmetikerin die mich epiliert hatte ist auch im DVEE. Ich hatte sie damals schon gefragt, warum geht der DVEE nicht an die KV heran um eine evtl. Rahmenvereinbarung, was den Umfang, die Kosten und Abrechenbarkeit angeht zu vereinbaren? Der DVEE sorgt dafür dass die Mitglieder entsprechend ausgebildet sind und Qualitätsstandards sicher gestellt sind.

Stattdessen kämpft da jede für sich. Die Klientel ist doch da und im Schnitt verdient jedes Mitglied über einen Zeitraum von 3 Jahren ca. 5.000 - 10.000 EUR pro Kundin.

Mel

NikolaAusR
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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von NikolaAusR » 05.08.2018, 22:00

carolin hat geschrieben:
04.08.2018, 21:36
danke für Deine Information und den Link. Leider funktioniert der nicht, zumindest bei mir.
Hallo Carolin,

bei mir (Firefox) funktioniert der Link. Na ja, war mein erster Versuch etwas hochzuladen, das muss ich wohl nochmal üben.
Mel hat ja zwischenzeitlich ihre Hilfe angeboten, ich denk, dass Du den 'Beifang' [laughing/lach.gif] gerne mitnimmst.

@ Mel
Ja, so eine Rahmenvereinbarung wäre für uns Leistungsempfänger schon eine Erleichterung.
Es ist aber leider so, dass die DVEE auf ihrer Seite für D gerade mal 91 Mitglieder angibt.
Flächendeckende Versorgung geht anders, deswegen wird der Spitzenverband der GKV da wohl auch nichts anfangen.

Liebe Grüße
Nikola
[rainbow/Transi.gif]
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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von Marina » 06.08.2018, 18:46

Hallo Nicola,

dein Posting enthält tatsächlich keinen Dateianhang. Das ist bei dir mit dem Firefox funktioniert liegt wahrscheinlich daran, dass der Anhang bei dir im Cache liegt.

Versuch es doch bitte noch einmal mit dem Upload.

LG
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(Herbert Grönemeyer)

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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von mia_j » 07.10.2018, 18:02

Hallo!

Hier mal meine Erfahrungen (AOK Rheinland-HH). Die AOK hat das gleich an den MDK weitergegeben - war mein erster Antrag auf Kostenübernahme - die u.a. den aktuellen Stand der Vornamensänderung, urologischen Befundbericht und Hormonstatus haben wollten. Kostenvoranschlag einer Kosmetikerin wurde abgelehnt, die hatten allerdings eine Liste von Hautärzten (die wiederum mit Kosmetikern kooperieren). Vom Antrag bis zur ersten Nadelepi hat es ca. fünf Monate gedauert, da die Sachbearbeiter die zumutbare Bearbeitungsdauer maximal ausreizten und ich auch die Unterlagen erst besorgen musste. Zum Schluss hatte ein Bearbeiter die Bearbeitungsdauer deutlich - trotz positivem Bescheid des MDK - überschritten, so dass ich eine Beschwerde einreichte - seitdem sind weitere Anträge Chefsache.

Nach der Dienstaufsichtsbeschwerde ging es sehr schnell, die Krankenkasse hatte sogar die Kosmetikerin angerufen, um die Beschwerde schnell aus dem Weg zu schaffen.

Mia

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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von Cornelia » 13.01.2019, 06:57

Da ich zwar schon lange "Landsknechtin" (Beamtin) bin, habe ich trotzdem keinen Plan von gewissen Abläufen im "System".

Darum die Frage:
Ist das Gesundheitsamt /Amtsarzt so etwas wie der MdK der Krankenkassen für die Beihilfestelle?
Ich habe eine Schweigepflichtsentbindung der Beihilfe gegenüber des GA erhalten, bezüglich meines Antrags auf Kostenübernahme der "Nadel".

Bisher - nicht einmal bei der Op - wollte die Beihilfe so etwas von mir haben.
Ich habe in meiner Antwort an die Beihilfe noch einmal die Notwendigkeit a) der Epi überhaupt und b) der angegebenen Epiliererin betont und auch diese Mail sozusagen "freigegeben".

Da ich zurzeit in einer sehr schlechten Phase bin, ist es da letzte, was ich jetzt noch brauchen kann, Stress mit der Beihilfe wegen dem ekligen Zeug im Gesicht.

Wenn noch jemand sachdienliche Hinweise hat: Bitte melden!!

[greetings/waveyellow.gif]

Cornelia
Krönchen zurechtrücken und weitermachen!
Die Welt der Frauen ist bunt und ich bin eine Farbe davon.

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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von Sebastian » 13.01.2019, 08:41

Ich musste der Beihilfe auch diese Schweigepflichtentbindung zuschicken, denn ohne hätten die noch nicht einmal bei dem zuständigen Gesundheitsamt angefragt, welche Unterlagen ich für den Antrag (Mastektomie) einreichen muss!

Soweit ich das weiß und meine Anwältin verstanden habe, schaltet die Beihilfe wohl dann einen Amtsarzt/eine Amtsärztin ein, wenn sie keine Regelungen/keinen Ahnung oder Zweifel hat, ob etwas beihilfefähig ist oder nicht. Das hängt aber wohl auch mit den Sachbearbeiter*innen der Beihilfe bzw dem -laut meiner Anwältin - schwammigen Beihilferecht zusammen.

Viel Glück. gute Nerven, Geduld und hoffentlich Menschen mit gesundem Menschenverstand und Fachwissen wünsche ich dir!

LG
Sebastian
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Re: Nadelepilation und Krankenkasse

Beitrag von carolin » 13.01.2019, 12:36

Hi Conny,

dass die Beihilfe das Gesundheitsamt bzw. den Amtsarzt einschaltet, habe ich noch nie gehört. Ich wüsste auch nicht, was diese mit Haarentfernung zu tun hätten, Du hast weder eine ansteckende Krankheit (Zuständigkeit Gesundheitsamt) noch droht ein langfristiger Arbeitsausfall (Zuständigkeit Amtsarzt).
In den Fällen die mir bekannt sind, hat sich die Beihilfe immer an die Entscheidung der Krankenkasse angelehnt. Manchmal haben sich Beihilfe und KK auch gegenseitig die Entscheidung abgefordert. Offensichtlich sitzen in der Beihilfe Sachbearbeiter, die keine Ahnung haben und eine Entscheidung so weit wie möglich von sich wegschieben wollen.
Ich würde mich an Deiner Stelle anwaltlich beraten lassen. Vielleicht hilft schon ein konkretes Schreiben vom Anwalt.

Wir brauchen immer wieder Kraft um uns durchzusetzen. Gib nicht auf.

LG
Carolin
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