Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

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Leigh
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Leigh » 04.07.2018, 09:22

Meinen Hausarzt sehe ich kaum. Viel öfter bin ich beim Urologen vorstellig. Dort bekomme ich alle 10 Wochen meine Spritze, einen Bluttest und ggfs ein kurzes Arztgespräch. Vorsorgeuntersuchungen musste ich vor der OP machen und war seitdem nicht dort. Wobei ich mich jetzt mal informiert habe: schon allein um mögliche Verwachsungen durch die OP zu bemerken ist eine späte Nachsorgeuntersuchung doch sinnvoll. Das sollte ich eventuell mal in Angriff nehmen.
Problem dabei: kaum ein Gynäkologe nimmt einen als Patient auf. Teilweise schmeißen die Programme einen als Mann direkt wieder raus oder erlauben erst keine Eingabe. Die Geschelechtsteile sind ihnen wohl egal (wenn nur alle so denken wüden).
Liebe Grüße
Leigh

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Petra_Worring
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Petra_Worring » 04.07.2018, 11:52

Britt hat geschrieben:
04.07.2018, 08:39
Hallo,
auch wenn etwas offtopic. Ich habe meinen Gyn zum Thema angesprochen, welcher Anlaufstelle Nr. 1 der Berliner Transfrauen ist. Er meint, dass ihm kein Fall bekannt ist, dass eine Transfrau an Brustkrebs erkrankt ist und hält die Mammographie bei uns für Überflüssig.

LG Britt
[scared/eek.gif]
Also der Gyn sollte noch mal seine Studienunterlagen durchgehen und vor allem im Thema Brustkrebs nachschlagen.

Brustkrebs ist auch bei 'Männer möglich und kommt öfters vor als der geneigte Leser es glauben mag.
Ob die Mammo grundsätzlich sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Papier.
Genauso wie die PSA-Bestimmung beim Mann, kann das Ergebnis Mammo nur ein Indiz sein.
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Britt
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Britt » 04.07.2018, 15:20

Petra_Worring hat geschrieben:
04.07.2018, 11:52
Britt hat geschrieben:
04.07.2018, 08:39
Hallo,
auch wenn etwas offtopic. Ich habe meinen Gyn zum Thema angesprochen, welcher Anlaufstelle Nr. 1 der Berliner Transfrauen ist. Er meint, dass ihm kein Fall bekannt ist, dass eine Transfrau an Brustkrebs erkrankt ist und hält die Mammographie bei uns für Überflüssig.

LG Britt
[scared/eek.gif]
Also der Gyn sollte noch mal seine Studienunterlagen durchgehen und vor allem im Thema Brustkrebs nachschlagen.

Brustkrebs ist auch bei 'Männer möglich und kommt öfters vor als der geneigte Leser es glauben mag.
Ob die Mammo grundsätzlich sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Papier.
Genauso wie die PSA-Bestimmung beim Mann, kann das Ergebnis Mammo nur ein Indiz sein.
Nun ja,
in Deutschland erkranken jährlich 70.000 Frauen an Brustkrebs, jedoch weniger als 700 Männer. Wenn man davon ausgeht, dass etwas weniger als jede tausenste Person trans ist, erkranken ohne Berücksichtigung der HRT etwa 0,5 Transfrauen im Jahr an Brustkrebs.

Gehen wir mal davon aus, das bei uns das Risiko an Brustkrebs zu erkranken seit Beginn der HRT genau so steigt, wie bei cis-Frauen nach der Pubertät (etwa 10 Jahre). Dann haben wir nach 40 Jahren HRT das gleiche Risiko, wie eine 50 jährige cis Frau(das Alter ab dem man zur Mammographie angeschrieben wird)

Falls eine Frau an Krebs erkrankt, wird meines Wissens auch keine Statistik darüber erhoben ,ob es sich um eine Transfrau handelt.

Somit glaube ich schon, dass meinem Frauenarzt kein Fall bekannt ist.

Sicher kann dies in einigen Jahren anders aussehen, da immer zeitiger mit der Transition begonnen wird.

LG Britt

ChristinaF
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von ChristinaF » 04.07.2018, 15:26

Bei mir ists so, dass ich zum Endo relativ weit fahren musste. Hin/rück kamen da mehr als 190km raus. In Absprache mit meiner Hausärztin (Fachärztin für Innere Medizin) einigten wir uns darauf, die relgemäßigen Blutuntersuchungen und die Verschreibung des Gynokadins bei ihr machen zu lassen.
Bislang gabs überhaupt keine Probleme. Die Blutwerte werden von einem Institut in Deggendorf ausgewertet und die Ergebnisse habe ich nach drei Tagen.
Lg Christina

Xenia
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Xenia » 04.07.2018, 17:50

Britt hat geschrieben:
04.07.2018, 15:20
Petra_Worring hat geschrieben:
04.07.2018, 11:52
Britt hat geschrieben:
04.07.2018, 08:39
Hallo,
auch wenn etwas offtopic. Ich habe meinen Gyn zum Thema angesprochen, welcher Anlaufstelle Nr. 1 der Berliner Transfrauen ist. Er meint, dass ihm kein Fall bekannt ist, dass eine Transfrau an Brustkrebs erkrankt ist und hält die Mammographie bei uns für Überflüssig.

LG Britt
[scared/eek.gif]
Also der Gyn sollte noch mal seine Studienunterlagen durchgehen und vor allem im Thema Brustkrebs nachschlagen.

Brustkrebs ist auch bei 'Männer möglich und kommt öfters vor als der geneigte Leser es glauben mag.
Ob die Mammo grundsätzlich sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Papier.
Genauso wie die PSA-Bestimmung beim Mann, kann das Ergebnis Mammo nur ein Indiz sein.
Nun ja,
in Deutschland erkranken jährlich 70.000 Frauen an Brustkrebs, jedoch weniger als 700 Männer. Wenn man davon ausgeht, dass etwas weniger als jede tausenste Person trans ist, erkranken ohne Berücksichtigung der HRT etwa 0,5 Transfrauen im Jahr an Brustkrebs.

Gehen wir mal davon aus, das bei uns das Risiko an Brustkrebs zu erkranken seit Beginn der HRT genau so steigt, wie bei cis-Frauen nach der Pubertät (etwa 10 Jahre). Dann haben wir nach 40 Jahren HRT das gleiche Risiko, wie eine 50 jährige cis Frau(das Alter ab dem man zur Mammographie angeschrieben wird)

Falls eine Frau an Krebs erkrankt, wird meines Wissens auch keine Statistik darüber erhoben ,ob es sich um eine Transfrau handelt.

Somit glaube ich schon, dass meinem Frauenarzt kein Fall bekannt ist.

Sicher kann dies in einigen Jahren anders aussehen, da immer zeitiger mit der Transition begonnen wird.

LG Britt
Hallo,

mag ja sein das Männer selten Brustkrebs bekommen aber Frau ist Frau und Brust ist Brust. Da macht die Natur keinen Unterschied. Ich nehme auf jeden Fall die Vorsorge- und Routineuntersuchungen wahr und sehr ernst. Ich verstehe auch gar nicht, warum ich die Untersuchungen nicht machen sollte. Es bedarf keinen Aufwand und kostet mich nichts.


LG
Xenia
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Martina
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Martina » 05.07.2018, 12:53

Britt hat geschrieben:
04.07.2018, 08:39
Hallo,
auch wenn etwas offtopic. Ich habe meinen Gyn zum Thema angesprochen, welcher Anlaufstelle Nr. 1 der Berliner Transfrauen ist. Er meint, dass ihm kein Fall bekannt ist, dass eine Transfrau an Brustkrebs erkrankt ist und hält die Mammographie bei uns für Überflüssig.

LG Britt
Was schadet es denn sie zu machen ?
Ob dem Arzt etwas bekannt ist, ist für mich nicht relevant. Er wird wenn es doch mal daneben geht sicherlich kein Schmerzensgeld zahlen.
Hier zählt für mich, nur meine eigene Sicherheit
Die bekomme ich später durch die Mammographie
Und ich würde einen Teufel tun und Leuten von Vorsorgeuntersuchungen abzuraten.
Das finde ich schon fahrlässig
"Lebe Dein Leben"
...ihr habt nur das eine Leben...geniesst es !

i was looking for a place to be...i found it inside myself

Britt
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Britt » 05.07.2018, 13:23

Martina hat geschrieben:
05.07.2018, 12:53
Britt hat geschrieben:
04.07.2018, 08:39
Hallo,
auch wenn etwas offtopic. Ich habe meinen Gyn zum Thema angesprochen, welcher Anlaufstelle Nr. 1 der Berliner Transfrauen ist. Er meint, dass ihm kein Fall bekannt ist, dass eine Transfrau an Brustkrebs erkrankt ist und hält die Mammographie bei uns für Überflüssig.

LG Britt
Was schadet es denn sie zu machen ?
Ob dem Arzt etwas bekannt ist, ist für mich nicht relevant. Er wird wenn es doch mal daneben geht sicherlich kein Schmerzensgeld zahlen.
Hier zählt für mich, nur meine eigene Sicherheit
Die bekomme ich später durch die Mammographie
Und ich würde einen Teufel tun und Leuten von Vorsorgeuntersuchungen abzuraten.
Das finde ich schon fahrlässig
Gucke hier was andreart geschrieben hat.
https://archiv.gendertreff-forum.de/vie ... 374#p91374

Ich will ja hier niemandem die Mammographie ausreden, dass muss schon jede selbst wissen, ob sie dort hingeht.

Ich werde (zumindest vorerst) nicht daran teilnehmen. Allerdings werde ich noch einmal zur Prostatauntersuchung gehen, aber das ist ein andres Thema.

LG Britt

Anna Bianca
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Re: Arztwahl bei PÄ aber ohne GaOP

Beitrag von Anna Bianca » 19.11.2018, 12:50

Hallo ihr Lieben,

selbstverständlich habe ich einen Internisten als Hausarzt, kann ich auch nur so empfehlen.
Neben ihm ist meine Endo eine sehr wichtige Anlaufstelle, aber das erklärt sich aus der Situation.
Meine Gyn ist für die Nachsorge und weitere Kontrolle der Scheide nötig, ansonsten nur für die einfache Art der Vorsorge.
Abtasten der Brust wegen eventuellen abnormalen Knoten oder sogar eine Mammographie sind zur Zeit nicht angesagt, ist ja noch nicht so viel vorhanden. Meine Gyn und mein Hausarzt sind beide auf die Unterstützung der Endo wegen der HRT angewiesen wobei mein Hausarzt im Zweifelsfall die Hormone verschreibt. Verschiedene Krankenhäuser und Kliniken verlangen aber explizit die Einweisung oder Überweisung durch eine_n Gyn, so auch das UK Essen in meinem Fall. Ob diese Abläufe zwingend erforderlich sind mag einfach dahin gestellt sein, ich persönlich hätte lieber eine Überweisung vom Hausarzt gehabt weil er meine zentrale Vertrauensperson und damit verbundene Anlaufstelle ist.
Wer die Transition OHNE geschlechtsangleichende Operationen durchläuft sollte nicht unnötig gezwungen sein diverse Fachärzte aufsuchen zu müssen.

Aber hier gilt aus meiner Sicht die Entscheidungsfreiheit zu wahren.

LG, Anna
Wenn die Welt lachend zugrunde geht, warum sollen ausgerechnet wir dann traurig sein ??

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