Buchbesprechung - Königin und Samurai

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Jan
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Buchbesprechung - Königin und Samurai

Beitrag von Jan » 10.06.2018, 09:13

Hallo,

ich möchte Euch von dem Buch erzählen, dass ich diese Woche gelesen habe. Geschrieben wurde es vom Ehepaar Lindau.

Kurz gesagt geht es um die Ur-Polaritäten Eros und Logos, Gefühl und Verstand, Weiblich und Männlich. Damit Leben überhaupt möglich ist, sind beide Pole mit ihren speziellen Qualitäten gleichermaßen notwendig.

Andrea und Veit Lindau beleuchten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie eröffnen den ersten Teil des Buches mit einem märchenhaften Gleichnis. Es handelt von Zwillingen - ein Mädchen und ein Junge, die in einem zeitlosen paradiesischen Zustand leben und sich als Abkömmlinge der gleichen Quelle erkennen und verstehen.

Aber die Zeit des Schlafes bricht über die beiden herein - d. h. sie werden aus den zeitlosen Zustand herausgeschleudert und inkarnieren auf der Erde, wo sie sich in mehreren Leben als Mann und Frau begegnen, aber sich nicht erkennen. Für beide zieht es schmerzhafte Erfahrungen mit sich. Sie missverstehen und benutzen sich gegenseitig.

Nach 44 Lebenszyklen erreichen beide den zeitlosen Zustand erneut und erkennen sich als gereifte Seelen wieder. Sie verstehen die Natur ihrer Verschiedenheit und wissen nun, wie sie gemeinsam das Leben feiern sollten.

Soweit das Märchen.

Im nächsten Abschnitt werden Eros und Logos (Anima und Animus) psychologisch und archetypisch betrachtet. Beide Kräfte sind in allen Menschen angelegt und in unseren Beziehungen wirken sie stark aufeinander. Die Lindaus berichten an Hand eigener Erfahrungen (oder Erfahrungen ihrer Klienten), wie sich die Pole in uns selbst aber auch in unseren Beziehungen bekämpfen.

Im letzen Teil schlagen sie Lösungen vor, die der Befreiung und Selbstfindung dienen.

Vieles war mir schon bewusst, allerdings ist es gut, dass die Lindaus die richtigen Worte für ein Massenpublikum finden, denn die Botschaft ist es Wert gehört zu werden.

Jan

Johanna L
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Re: Buchbesprechung - Königin und Samurai

Beitrag von Johanna L » 10.06.2018, 11:21

Hallo Jan,

ich habe diese mit Sicherheit sehr interessante Buch nicht gelesen, was aber daran liegt, dass ich kein "Bücherwurm" bin. Deine Schilderung zum Inhalt des Buches kann ich dennoch gut nachvollziehen, da ich Andrea und Veit Lindau schon kennengelernt habe. Nicht persönlich. Ich habe Sie in einigen Online-Kongressen erlebt, wo Sie zu verschiedenen Themen im Interview Stellung bezogen haben.

Ich gehe auch davon aus, dass dieses Buch lesenswert ist. Aber, ich lese halt nicht so gern, habe in meinem Leben noch nicht allzuviele Bücher wirklich zuende gelesen.

Wer also gerne liest, sollte sich dieses Buch durchlesen und verstehen. Die Lindaus sind es Wert. Und Ihr seit es Wert.

Friedlicher Gruß

Johanna L
Du bist nicht wundervoll, du bist das Wunder - ganz egal, wie du gerade bist!

Stefan Hiene

TimBer
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Re: Buchbesprechung

Beitrag von TimBer » 19.09.2018, 19:51

Das letzte Buch, was ich gelesen habe, war

Hannah Kent
Das Seelenhaus
erschienen bei Droemer

Es handelt von der letzten auf Island hingerichteten Verurteilten, in Rückblenden wird ihr Leben erzählt.
Dabei erfährt man unglaublich viel über die sehr, sehr einfachen Lebensumstände der Bevölkerung, ihre Abhängigkeit vom Wetter, von ihren Tieren, ...
Alles ist sehr plastisch beschrieben, man kann sich gut in die Hauptperson Agnes hineinversetzen, spürt ihre Angst vor der Hinrichtung, durchleidet ihr vergangenes Leben.

Sehr gutes Buch!

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