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 Betreff des Beitrags: Fachtagung am 27.10.2016 in Düsseldorf
BeitragVerfasst: 31.10.2016, 00:02 
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Hallo,

am 27.10.2016 fand eine Fachtagung Trans- und Intergeschlechtlichkeit im Gesundheitssystem in Düsseldorf statt. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens eröffnete die Fachtagung. Aktuelle Entwicklungen bei den medizinischen Leitlinien, in der Beratung und in der Forschung, sowie weitere Aspekte der geschlechtlichen Varianten im Gesundheitsbereich wurden während der Fachtagung erläutert. Neben Fachleuten aus Medizin, Wissenschaft und Praxis war auch Gesundheits- und Emanzipationsministerin Barbara Steffens anwesend. In den Pausen konnten sich die Teilnehmer an den Infoständen über die einzelnen Gruppen, auch über Gendertreff informieren. Ein Informationsaustausch fand auch unter den Gruppen statt. Es Informierten sich Ärzte, Psychologen und weitere Teilnehmer der Fachtagung über die Arbeit des Gendertreff. Besonders die grüne Karte für Vielfalt und Toleranz kam gut an.

Viele Grüsse

Rita



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 Betreff des Beitrags: Re: Fachtagung am 27.10.2016 in Düsseldorf
BeitragVerfasst: 31.10.2016, 10:43 
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Toll Rita, danke für deinen Einsatz.


LG
Xenia



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Gendertreff-Messe am 7. Oktober 2017
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 Betreff des Beitrags: Re: Fachtagung am 27.10.2016 in Düsseldorf
BeitragVerfasst: 31.10.2016, 16:02 
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Hallo Xenia,

die Ministerin hat die Fachtagung nicht nur eröffnet, sondern mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die geschlechtliche Selbstbestimmung geworben. Sie hat darauf hingewiesen, dass Fortschritte auf diesem Gebiet auch Fortschritte für die gesamte Gesellschaft und die individuelle Freiheit eines jeden Einzelnen sind.

Für mich war die wichtigste Information bei der Fachtagung, dass neue Behandlungs-Leitlinien zur Geschlechtsdysphorie erarbeitet werden. Daran sind alle maßgeblichen Fachverbände für Medizin und Psychologie beteiligt. Der Abstimmungsprozess läuft schon etwas länger, auch unter Beteiligung der Betroffenen-Verbände; ein Konsens wird voraussichtlich Ende 2017 hergestellt sein. Danach sind die neuen Leitlinien für alle medizinischen und psychologischen Behandlungen verbindlich.

Die neuen Leitlinien zeigen einen völligen Paradigmenwechsel für die Gesundheitsversorgung von Transgendern: Weg von formalen und hin zu inhaltlichen Kriterien für alle medizinischen Maßnahmen. Jegliche Pathologisierung wird künftig vermieden, der Alltagstest in der bisherigen Form soll entfallen. In der Folge werden auch die MDK-Richtlinien aus dem Jahr 2009 überarbeitet werden müssen und hoffentlich die Punkte "völligen Systemversagens" (Zitat vom Podium) beseitigt werden. Trotzdem soll nach Aussage der Fachleute sichergestellt sein, dass die erforderlichen Behandlungen auch künftig von den Krankenkassen finanziert werden.

Vom MDK in Köln war eine Gutachterin anwesend, die sich der Kritik vom Podium und vom Publikum gestellt hat. Sie erläuterte, dass die fürs Gericht erstellten Gutachten nicht für die Beurteilung der jeweils beantragten Maßnahmen werwendet werden, sondern nur dazu dienen, dass sie sich ein Gesamtbild zu dem Fall machen und dann ihre Entscheidung treffen kann.

Desweiteren wurde sehr deutlich, wie wichtig das Nebeneinander und das Miteinander von medizinischen bzw. psychologischen Behandlern einerseits und Selbsthilfegruppen andererseits ist. Es gibt Überlegungen, die medizinische und psychotherapeutische Versorgung für Transgender in NRW in abgestuften Kompetenzzentren mit der höchsten Kompetenz an den Universitätskliniken zu bündeln.

LG Solveig (Danielle)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachtagung am 27.10.2016 in Düsseldorf
BeitragVerfasst: 01.11.2016, 00:32 
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Bei einer Befragung der Dame vom MDK unter anderem durch Tanja Lindner von der Lili Marlene, und Ron von Transbekannt versuchte sie sch doch durch einige Ausflüchte und Vertröstungen aus der Situation herauszuwinden. Sie konnte, oder wollte keine klare Antwort geben, warum sich viele Krankenkassen und der angeschlossenen MDK immer noch teilweise so quer stellen, was die GA oder den Brustaufbau anbetrifft. Wieso heißt es heute immer noch Betroffenen gegenüber, sie seien nicht Trans genug? Was ist das überhaupt für ein Ausdruck nicht Trans genug? Man ist doch entweder Trans, oder eben nciht, ein bisschen gibt es, soweit ich weiß noch nicht, oder?



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Ich bin glücklich zu mir selber gefunden zu haben.
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