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 Betreff des Beitrags: Re: Situation in USA
BeitragVerfasst: 29.12.2017, 00:31 
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Huhu Nicole!

Nicole hat geschrieben:
Das gibt ein wenig Hoffnung.

Das stimmt! Sogar noch viel mehr. :smile:

Es gibt in den USA nicht nur dumme Menschen, obwohl man den Eindruck hier auf der anderen Seite des Teiches manchmal hat.

Viele Grüße,
Svenja

PS: Wir hatten uns in diesem Thread -> viewtopic.php?f=152&t=9472 schon mal über ihren Wahlerfolg gefreut. Aber in diesen hier passt sie auch wunderbar rein. :smile:



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Nichts ist so kostbar wie die Freiheit und nichts so wertvoll wie Vertrauen.

Treffen von Trans*Menschen und Angehörigen in Dessau-Roßlau!
Nächstes Treffen ist am 1. Februar ab 18 Uhr.
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 Betreff des Beitrags: Re: Situation in USA
BeitragVerfasst: 29.12.2017, 09:37 
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Hi ,
Besonders interessant: Sie widerlegen sich selbst.
Als Begründung wird Genesis 1.27 angeführt:

Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.

Daraus folgt: Gott ist Mann und Frau, somit Intersexuell und folglich Trans*

LG Chrissie


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Das Leben ist zu kurz um sich selbst zu verleugnen !
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 Betreff des Beitrags: Re: Situation in USA
BeitragVerfasst: 31.12.2017, 13:13 
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Hi zusammen,

dass das Quatsch ist, ist ja von vornherein klar. Normalerweise lese ich so etwas gar nicht erst, aber diesmal wollte ich es mir mal anschauen. Und ich muss feststellen: Das ist Quatsch. :doh: Hier also ein Best Of der Verdrehungen, Halbwahrheiten und komischen Ansichten der "Stellungnahme" aus meiner Sicht:

1. Dass die Unterzeichner direkt mit der Ehe für Alle anfangen, zeigt, dass sie immer noch nicht über die Rechtslage hinweg sind und deshalb weiterhin, selbst bei völlig anderen Themen, darauf zurückkommen müssen. Stichwort: mimimimimi.
2. Zur Einleitung heißt es dann, es sei ein "fundamentaler Grundsatz", dass Menschen als Mann oder Frau geschaffen seien und dass man die "soziokulturelle Realität des [Identitäts-] Geschlechts nicht von jemandes [biologischem] Geschlecht trennen" könne. Beweise oder Begründungen gibt es keine. Das bleibt also nichts weiter als eine Behauptung, die mal eben als absoluter Fakt dargestellt wird. Dass es dahingegen zahlreiche Trans*menschen gibt, die als Zeugen das Gegenteil belegen können, wird auch gekonnt ignoriert.
3. Als Nächstes kommt dann die alte Leier mit der Schöpfung. Das Argument hört man von religiösen Leuten ja öfter, es ist das "aber Gott hat dich als XY erschaffen, das musst du respektieren!" Darauf kann man (wenn man denn an Gott glaubt) nur antworten: "Ja, Gott hat mich genauso erschaffen wie ich bin. Er hat mir diese Identität und diesen Körper gegeben. Mich an deine "Regeln" zu halten würde dem widersprechen."
4. Der folgende Absatz ist ein heuchlerisches "wir wollen niemandem etwas böses". Es wird empfohlen, Trans*menschen mit Geduld und Respekt gegenüberzutreten. Was gut klingt. Aber ich frage mich dann nur, was aus dieser Geduld wird, wenn die Leute erstmal merken, dass das nichts an uns ändert und wir nicht "geheilt" werden können.
5. Dann wird es besonders dreist. Kinder werden als Argument missbraucht, indem behauptet wird, es würde ihnen schaden, von der "Gender-Ideologie" zu wissen. Auch Hormontherapie sei prinzipiell eine Gefahr, weil sie die Kinder unfruchtbar mache. Daher fordern die Unterzeichner Krankenhäuser auf, dem Prinzip "First, do no harm" zu folgen, also oberste Regel: Verletze niemanden. Das ist mMn die krasseste Verdrehung von Fakten im ganzen Text. Hormontherapie verletzt nicht, sondern sie hilft denen, die sie brauchen. Sie ist keine Wunde, sondern das Pflaster. Und von Institutionen, die noch vor ein paar Jahren aktiv die "Heilung" Homosexueller förderten (und teilweise noch heute fördern), die durch in Teilen wirklich grausame Methoden vollzogen wurde, will ich von "do no harm" gleich zweimal nichts hören. Einmal ganz abgesehen davon, dass die größten Verletzungen beim Thema Trans* dann auftreten, wenn den Leuten nicht geholfen wird, was die Unterzeichner ja letzten Endes fordern: Helft ihnen nicht.
6. Dann kommt nochmal kurz die Keule, dass Transidentität auf einer "falschen Idee" beruht (ohne Beweis oder Begründung) und dann zum Schluss der Hammer: "Wir streben die Gesundheit und das Glück aller Männer, Frauen und Kinder an". Das wird dann als Begründung genommen, transfeindliche Gesetze zu fordern. Super Logik, klingt ganz nach "Wir wollen doch nur das Beste für dich".
7. Biblisch ist das Ganze natürlich auch Quatsch, wie Chrissie schon angemerkt hat. Sich auf einen so kurzen und vielschichtigen Satz (Gen 1, 27) zu beziehen und daraus eine Interpretation als absolute Wahrheit zu bezeichnen, das ist die Definition von Fundamentalismus. Wenn wir jeden Satz der Bibel so wörtlich nehmen würden wie die Herrschaften diesen Satz nehmen wollen, müssten wir uns noch gegenseitig steinigen, rund um die Uhr die Häupter bedecken und in regelmäßigen Abständen anderer Leute Hände abhacken. Komisch, vielleicht kommt das auch nur mir so vor, aber es könnte sein, dass die Bibel vielleicht nicht wörtlich in die heutige Zeit übernommen werden kann?! :kratz:

Fazit: Beim nächsten Mal am besten gar keine Beachtung mehr schenken, diese Leute haben nicht die geringste Ahnung, wovon sie sprechen.

Liebe Grüße,
Flora



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"It is revolutionary for any trans person to choose to be seen and visible in a world that tells us we should not exist."
-Laverne Cox
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 Betreff des Beitrags: Re: Situation in USA
BeitragVerfasst: 31.12.2017, 14:13 
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Hi,

Flora99 hat geschrieben:
2. Zur Einleitung heißt es dann, es sei ein "fundamentaler Grundsatz", dass Menschen als Mann oder Frau geschaffen seien und dass man die "soziokulturelle Realität des [Identitäts-] Geschlechts nicht von jemandes [biologischem] Geschlecht trennen" könne. Beweise oder Begründungen gibt es keine. Das bleibt also nichts weiter als eine Behauptung, die mal eben als absoluter Fakt dargestellt wird. Dass es dahingegen zahlreiche Trans*menschen gibt, die als Zeugen das Gegenteil belegen können, wird auch gekonnt ignoriert.


die Juristen nennen so etwas eine unsubstantiierte Behauptung. Denn mangels Beweis kann sie nicht substantiiert vorgetragen werden. ;-)

Es ist müßig, sich mit ideologisch verblendeten Menschen auseinandersetzen zu wollen, die als "Beweis" für ihre Ideologie mehrere hundert oder gar tausend Jahre alte Texte zitieren. Nicht nur, dass diese Texte eine Ideologie im Kontext ihrer Zeit spiegeln, sie wuden auch noch durch mündliche Überlieferung, späteres Niederschreiben und Übersetzungen und Interpretationen ideologisch (nach-)gefärbt.

Bei diesem blödsinnigen Schreiben geht es um Machterhalt ewig gestriger Organisationen, die der komplexen Realität scheinbar einfache Lösungen entgegenstellen wollen und mit ihrem Fundamentalismus Menschen für ihre miesen Absichten missbrauchen wollen. Es geht um Geld und Machterhalt. Das ist alles.

Wer sich z.B. mit Diffusionstheorien beschäftigt (z.B. Rogers, vgl. auch Wikipedia) stellt schnell fest, dass diese realitätsfernen Menschen mit Vernunft und Sachlichkeit nicht adtressiert werden können. Man sollte sich deshalb z.B. in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit anderen Zielgruppen zuwenden. Das hilft, keine Energie zu verschwenden und tatsächlich zumindest mittelfristig auch die Mitte der Gesellschaft zu erreichen. Dann haben diese radikalen Kräfte nämlich keine Chance.

Insofern kann ich Flora nur Recht geben:

Flora99 hat geschrieben:
Fazit: Beim nächsten Mal am besten gar keine Beachtung mehr schenken, diese Leute haben nicht die geringste Ahnung, wovon sie sprechen.


Viele Grüße

Ava



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 Betreff des Beitrags: Re: Situation in USA
BeitragVerfasst: 31.12.2017, 17:16 
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Hey
man soll ja die Hoffnung nie aufgeben. So hat gerade in den USA diese neue Meldung, dass das US-Militär erstmals Transgender - Rekruten annimmt, neue Wege geöffnet.
Spiegelonline
Nathalie :halloha:



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Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum.
Denn unmöglich ist nur das, was Du nicht tust.

Die zweite Gendertreffmesse am 7. Oktober 2017 in Erkrath. . .ein toller Tag mit ganz vielen Erfahrungen und Informationen !
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